Klein aber oho – Glarus

Klein aber oho – Glarus

Wir müssen zugeben; Glarus ist nicht gerade der bekannteste Ort der Schweiz. Man darf sogar behaupten, dass er einer der am meisten unterschätzten Kantone ist.
Auch ich selber muss mir da ein Eingeständnis machen – obwohl Glarus quasi direkt an meinen Heimatort grenzt, war ich in meinem Leben nur so oft dort, dass ich es an einer Hand abzählen kann. Diesen Umstand habe ich versucht zu ändern und habe einen schönen Samstagsausflug gemacht.

Berglistüber

Relativ wenige Erwartungen hatte ich an das Linthal, diese wurden aber schon beim ersten Halt vollumfänglich erfüllt. Es empfiehlt sich, einen kurzen Stopp beim «Berglistüber» zu machen. Bereits 1897 wurde er als einer der schönsten Wasserfälle der Schweiz beschrieben. Es ist ein sogenannter Fensterwasserfall, da man quasi hinter die Wassermassen gehen kann. Ein Gang hinter den «Wasservorhang» darf allerdings nur auf eigene Gefahr gemacht werden. Der Wasserfall hat sich perfekt in der Landschaft versteckt, um nicht von allen Touristenmassen besucht zu werden. Es scheint fast, als hielte er sich im Hintergrund, genau wie das auch der restliche Kanton tut.

Glarus hat aber noch weitere sehenswerte Wasserfälle, wer wie ich ein bisschen ein Wasserfall-Fanatiker ist, findet hier fast alles, was das Herz begehrt. Weitere Tipps findet ihr hier: https://www.glarnerland.ch/Ferien-Erlebnisse-Glarnerland/Sommererlebnisse/Naturerlebnisse/Wasserfaelle

Kein Jammertal

Ein weiterer Punkt auf der «to visit»-Liste ist der Klöntalersee. Der See liegt schön eingebettet im Klöntal (https://www.kloental.com/) und hält mindestens einen Mythos bereit. Suworow soll bei seinem Zug durch die Alpen dort oben seinen Schatz versenkt haben, damit die Truppen besser vorwärts kommen. Die Wahrheit dieser Sage kennen wohl nur die Götter.
Im Sommer lohnt sich ein Ausflug genau so wie im Herbst, wenn alles bisschen ruhiger ist. Der Campingplatz und die schönen Strände laden zum Plausch ein und neben den grossen steilen Felshängen fühlt man sich direkt ein Stück kleiner. Wüsste man es nicht besser, könnte man sogar meinen, man bestaune einen norwegischen Fjord!

Was der unscheinbare Kanton weiter zu bieten hat, seht ihr in meinem nächsten Beitrag!

Fotos: Antonia Stadler

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